Ordnungsmaßnahmen

Im Leitbild unserer Schule ist die Achtung vor Mensch und Umwelt als eine Schlüsselqualifikation verankert. Insbesondere sollen der wertschätzende Umgang mit Menschen, persönlichen Sachen und Arbeitsmaterialien, Sauberkeit sowie gegenseitige Rücksichtnahme und Sicherheit gefördert werden. Diese sind beim Zusammenleben vieler Menschen von großer Bedeutung.

Alle Mitglieder der Schulfamilie sind daher ständig bestrebt, auf bestimmte Werte wie Respekt, Höflichkeit, Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit oder Pünktlichkeit besonders zu achten. Dadurch wird ein reibungsloser und störungsfreier Tagesablauf in der Schule gewährleistet.

Halten sich Schüler/innen trotzdem nicht an die vereinbarten Regeln, kommt es zur Beeinträchtigung des Zusammenlebens. Deshalb müssen größere Störungen unterbunden werden. Dies geschieht zum einen durch individuelle pädagogische Maßnahmen, zum anderen sind jedoch mitunter auch Ordnungsmaßnahmen nötig.

Damit für alle Beteiligten Transparenz besteht, haben wir uns entschlossen, die an der Schule üblichen Ordnungsmaßnahmen hier zu veröffentlichen.

Verstöße gegen die Pünktlichkeit:

Pünktlichkeit ist unerlässlich für den störungsfreien Schulalltag. Um dies zu gewährleisten, werden Schüler/innen, die sich zu Unterrichtsbeginn ohne ausreichende Entschuldigung um mehr als 30 Minuten verspäten, nachmittags zu Sozialdiensten für die Schulfamilie eingeteilt oder zur Nacharbeit einbestellt. Schülern/Schülerinnen, die unerlaubterweise bereits vor Unterrichtsschluss das Schulgelände verlassen, wird ein Verweis erteilt.

Verstöße gegen die Höflichkeit:

Nicht nur in der Schule, sondern auch im späteren Berufsleben ist Höflichkeit von großer Bedeutung.

So ist es selbstverständlich, dass in geschlossenen Räumen Kopfbedeckungen abgenommen werden. Kommt ein/e Schüler/in der Aufforderung, seine/ihre Kopfbedeckung im Schulhaus abzunehmen, nicht nach, wird sie durch die Lehrkraft in Verwahrung genommen und im Direktorat abgegeben. Nach einem Gespräch mit der Schulleitung wird sie dem/der Schüler/in wieder ausgehändigt.

Eingeschaltete Mobiltelefone können einerseits den Unterricht und damit auch die Mitschüler und die unterrichtende Lehrkraft belästigen, andererseits stören sie möglicherweise die Konzentration eines Schülers. Um dieser Tatsache vorzubeugen, bleiben Handys sowie andere digitale Medien auf dem Schulgelände während des gesamten Schultages ausgeschaltet. Bei Zuwiderhandlungen tritt Art. 56(5) BayEUG in Verbindung mit § 41(2) RSO in Kraft. Das heißt, die Lehrkraft nimmt das Handy in Verwahrung und gibt es im Direktorat ab. Dort kann es am darauffolgenden Tag nach Unterrichtsende entweder durch die Eltern persönlich oder auf deren schriftlichen Antrag abgeholt werden.

Verstöße gegen die Ehrlichkeit:

Für die vertrauensvolle Zusammenarbeit innerhalb einer Gemeinschaft ist Ehrlichkeit eine der Grundvoraussetzungen. Sollte ein/e Schüler/in eine Lehrkraft zu täuschen versuchen, wird dieses Vertrauensverhältnis gestört und der/die Schüler/in muss mit einem Verweis rechnen.

Verstöße gegen den wertschätzenden Umgang mit Sachen:

Jeder Mensch versucht, sein persönliches Eigentum zu erhalten und zu schützen. So muss Achtung vor fremdem Eigentum als selbstverständlich gelten. Deshalb versteht es sich von selbst, dass Schüler/innen, die etwas beschädigen, für den angerichteten Schaden aufkommen und ihn wiedergutmachen. Geschieht die Beschädigung mutwillig, so erhält der/die Schüler/in zusätzlich einen Verweis beziehungsweise eine andere geeignete Schulstrafe.

Verstöße gegen die Zuverlässigkeit:

Hausaufgaben dienen der Vertiefung und Übung des in der Schule Erlernten. Sie sind für den schulischen Erfolg der Schüler/innen zwingend notwendig und müssen deshalb zuverlässig angefertigt werden.

Kann ein/e Schüler/in in einem Fach dreimal seine/ihre Hausaufgaben nicht termingerecht vorlegen, wird ihm/ihr bei einem Nacharbeitstermin, der grundsätzlich am Freitagnachmittag stattfindet, die Gelegenheit zu zusätzlicher fachbezogener Arbeit gegeben. Wird die Hausaufgabe bereits zum sechsten oder sogar neunten Mal vergessen, erhält der/die Schüler/in einen Verweis, beim zwölften Mal einen verschärften Verweis.

Wenn sich alle Mitglieder der Schulfamilie die Achtung vor Mensch und Umwelt tatsächlich zur Aufgabe machen, sollten Ordnungsmaßnahmen deshalb nur noch in Ausnahmefällen nötig sein.